Was zeichnet eine gute Hundeschule aus?!
 
Eigenschaften eines qualifizierten Hundetrainers, was zeichnet eine gute Hundeschule aus? 1. Die Hundeschule und ihre Hundetrainer können Qualifikationen in Theorie und Praxis nachweisen. 2. Die Trainer arbeiten auf Basis verhaltensbiologischer Grundlagen und verzichten auf veraltete Dominanzkonzepte sowie auf Begriffe wie Alpha-Tier, Rudel, vererbte bzw. angeborene Rudelstellung, Unterordnung, Welpenschutz, Kontrollverlust und Triebstärke. Eine Verwendung dieser Begriffe lässt auf Theorien schließen, die veraltet und mit heutigen Erkenntnissen nicht vereinbar sind. 3. Die Trainer arbeiten gemeinsam mit Hund und Mensch, erklären das beobachtete Verhalten und die entsprechende Vorgehensweise sachlich und verständlich unterVermeidung jeglicher Interpretationen aus menschlicher Sichtweise (z.B. Hund sei traurig, besorgt, nachtragend u. ä.). 4. Die Trainer informieren sich über den Gesundheitszustand/gesundheitliche Problem und die Vorgeschichte des Tieres und gehen individuell darauf ein. 5. Die Erziehung erfolgt mit positiven Verstärkern (Futtergabe, Lob, Zuwendung) bei Zeigen des erwünschten Verhaltens und mit negativer Bestrafung (Ignorieren) bzw. Gegenkonditionierung bei Auftreten unerwünschten Verhaltens. 6. Es werden niemals tierschutzwidrige Methoden wie Zwang, Druck und Gewalt (Kneifen, Festhalten, Schlagen, auf den Rücken oder auf die Seite drehen, Leinenruck) angewendet. 7. Es werden keine tierschutzwidrigen Hilfsmittel wie Zug- und Kettenhalsbänder, einschneidende Geschirre und so genannte Erziehungshalsbänder (Sprühhalsbänder, Teletakt) eingesetzt. 8. Die Trainingseinheiten sollten nie zulange sein und stets positiv beendet werden. 9. Der Trainer reflektiert seine Arbeit und scheut sich nicht, seine Erziehung anzupassen, wenn die bisherige Arbeit mit dem Tier keinen Erfolg zeigt. 10. Der Trainer scheut sich nicht, Grenzen im Training aufzuzeigen und verspricht nicht von vornherein die vollständige Resozialisierung jeglicher Problemfälle. Quelle: Deutscher Tierschutzbund, Newsletter 4/16